Grünes Gewölbe Dresden

Das Grüne Gewölbe gehört zu der staatlichen Kunstsammlung in Dresden. Hier sammeln sich Schätze von der Zeit der Renaissance bis zum Klassizismus.

Die Sammlung der sächsischen Könige und Kurfürsten beinhaltet mehr als 4000 Kunstwerke. Herzog Moritz ließ die Schatzkammer 1547 nach seiner Ernennung zum Kurfürsten errichten. Die Kapitelle an den Decken sind malachitgrün gehalten und gaben der Schatzkammer ihren Namen.

Eine Erweiterung erfolgte dann unter König August dem Starken zwischen 1723 und 1729. In einer aus 9 Räumen bestehenden „Wunderkammer“ kann die Schulklasse die Schatzsammlung von ihm und seinen dynastischen Vorgängern bestaunen.

Bis ins 20. Jahrhundert blieb die Ausstellung größtenteils unverändert.

Am Morgen des 25. Novembers sind Kunsträuber in den historischen Teil des grünen Gewölbes eingebrochen. Dabei konnten sie 11 Objekte aus einer Vitrine im Juwelenzimmer entweden. Dabei entstand ein Millionenschaden.

Das Deutsche Hygienemuseum

Das Deutsche Hygienemuseum

Das Deutsche Hygienemuseum erlebte seine Geburtsstunde bereits im Jahr 1911. Im Rahmen einer internationalen Ausstellung kamen damals rund 5 Millionen Interessierte nach Dresden um sich die Exponate anzusehen.

Die temporäre Ausstellung erwies sich als Welterfolg und somit blieb die Aussstellung dauerhaft erhalten und ist für die SchülerInnen zugänglich.

Das Gebäude stellt eines der größten Museumsbauten aus der Zeit der Weimarer Republik dar. Das Deutsche Hygienemuseum entwickelte sich als große staatliche Gesundheitseinrichtung in der ehemaligen DDR und war bis 1990 vor Allem Bildungsinstitution. Im Zuge der Aufklärungsfunktion gründete sich eine Stiftung, die das Museum unterstützte. Jeder Mensch sollte Zugang zu gesundheitlicher Bildung haben dürfen.

Der Mensch steht nicht nur als biologisch-medizinisches Wesen im Blickpunkt, sondern auch als soziokulturell bestimmtes Wesen im Wandel der Zeit.

Das Deutsche Hygienemuseum umfasst eine zeitlose Ausstellung, eine Kinderausstellung, sowie eine Sonderausstellung die sich mit den Problemen unserer Zeit wie zum Beispiel Migration oder dem Klimawandel beschäftigt.

Projekte für Kinder haben im Museum dabei Tradition. Das Thema Gesundheitserziehung steht dabei im Mittelpunkt. So hat das Museum schon zu DDR Zeiten das Kundi Männchen eingeführt, ein eigenes Maskottchen also.

Die Website des Museums bietet weitere spannende Informationen und Fakten.

Weitere Außerschulische Lernorte für Schulklassen in Dresden finden Sie hier.

 

Erlebnisland Mathematik – Technische Sammlungen

Erlebnisland Mathematik – Technische Sammlungen

Mathe erleben. Das verspricht das Erlebnisland Mathematik in Dresden. Die SchülerInnen können hier auf aufregende Art und Weise Mathe entdecken.

Die mathematisch-technische Sammlung ist sehr kinderfreundlich aufgebaut und für Schulklassen optimiert. Sämtliche Bereiche der Mathematik finden darin Erwähnung. Von Statistik über Geometrie bis hin zu Funktionen ist alles mit dabei. Aber auch optische Täuschungen, Musik und der Computer haben mathematischen Bezug und sind Teil der Ausstellung.

Anders als es oft in der Schule der Fall ist, werden die Schüler nicht belehrt, sondern haben an verschiedenen Stationen spielerisch die Möglichkeit Gefallen an der Naturwissenschaft aufzubauen. Gerade im jungen Alter ist es sehr wichtig, Gefallen an der Mathematik zu entwickeln, weil sie die SchülerInnen im deutschen Bildungssystem und im Alltag stets begleitet.

Die Themen des Mathematiklandes stehen in enger Verbindung zum Lehrplan der Schulen in Sachsen. Ziel ist es, Mathematik in einem unterhaltsamen, positiven Rahmen darzustellen.

Die Inhalte und die Ideen zum Museum stammen dabei von Antje Werner und Robert Thiele. Antje Werner ist eine Dresdner Innenarchtikektin und sorgte für die Umsetzung des Bauvorhabens.

Die BegleiterInnen können sich auf der Webseite des Erlebnisland Mathematik gerne weitere Informationen einholen.

Unter der Rubrik Museen, finden sich weitere interessante Sammlungen für Schulklassen jeder Stufe.

Dresdner Zwinger

Dresdner Zwinger

Neben der Frauenkirche und der Semperoper zählt der Dresdner Zwinger zu den bekanntesten Baudenkmalen der Stadt.

Die Klasse hat die Möglichkeit das komplette Gebäudeensemble zu entdecken. Der barocke Innenhof samt Gartenanlage lädt zu einer angenehmen Mittagspause ein.

Der Begriff „Zwinger“ geht dabei auf eine militärische Festungsfunktion des Mittelalters zurück. Diese Bezeichnung ist für den Zwinger aber völlig unzutreffend. Er war lediglich als Empfangs- und Feierstätte gedacht.

Der Dresdner Architekt Gottfried Semper ließ ein Festareal errichten, das die SchülerInnen mit seinen beeindruckenden Verzierungen überzeugt.

Ursprünglich hat Kurfürst Friedrich August I. den Bau angeordnet. Zu Beginn seiner Regentszeit ab 1694 war die Dresdner Archtitektur vom Holzbau geprägt. Jedoch wollte August „der Starke“ Dresden nach Italienisch- Französischem Vorbild aufbauen.

Im Inneren der Anlage befinden sich gleich 3 Museen. Diese warten darauf dass die Schulklasse sie entdeckt.

Darunter befindet sich auch die Gemäldegalerie „Alte Meister“ und eine Skulpturensammlung welche dieses Jahr aus dem Albertinum überführt wird.

Neben seiner Rolle als Museum, ist der Zwinger aber auch Kulturzentrum. Dieses Jahr dürfen sich Interessierte unter Anderem auf das Galakonzert „Vivaldi’s Vier Jahreszeiten“ freuen. Dieses findet ab 22.02.2020 im Wallpavillon statt.

Ein weiteres Highlight dürfte Mozart’s „kleine Nachtmusik“ darstellen, welche am 28.03.2020 Premiere im Wallpavillon des Dresdner Zwinger feiert.

Erich Kästner Museum

Erich Kästner Museum

Das Erich Kästner Museum befindet sich mitten in der Dresdner Neustadt. Hier lernen die SchülerInnen den bekanntesten deutschen Kinderbuchautor genauer kennen.

Das neuartige Museumskonzept des mobile interaktive museum bietet der Schulklasse eine multimediales Erlebnis. Unter Anderem enthält das Museum 13 mobile Säulen, die darauf warten erkundet zu werden.

Aber auch andere Zeugnisse aus dem Leben des Schriftstellers stehen zur Verfügung. Die Schüler*innen haben die Möglichkeit verschiedene Briefe, Zeitungsartikel und Fotos von Erich Kästner zu sehen.

Donnerstag ist das Museum für Schulklassen reserviert. An diesem Tag bietet sich eine Führung also besonders an!

Nähere Informationen findet die Klassenleitung auf der offiziellen Website des Erich Kästner Museums.

Weitere Museen in Dresden finden sich hier.

Von der Kunst der Romantik in die Gegenwart spazieren

Von der Kunst der Romantik in die Gegenwart spazieren

Das Dresdner Albertinum ist das Kunsthaus der Moderne.

Hier erwartet Ihre Schulklasse eine schöpferische Zeitreise: Vom 19. Jahrhundert und dem „Meister der Moderne“ Caspar David Friedrich geht es in die Gegenwart des 21. Jahrhundert zum Vorreiter der Neuen Leipziger Schule Neo Rauch.

Ihre Werke finden sich neben zahlreichen anderen weltbekannten Gemälden in der „Galerie Neue Meister“.

Die SchülerInnen begutachten die Skulpturensammlung im Albertinum. Dort finden sich Skulpturen, Vasen, Terrakotten, Bronzen, assyrische Relieftafeln und ägyptische Mumien aus 5 Jahrtausenden.

Dabei ist es keinesfalls selbstverständlich, dass diese antiken Schätze ausgestellt werden können. In größter Not konnten 2003 sämtliche Skulpturen vor dem Elben Hochwasser in Sicherheit gebracht werden.

Die Schulklasse und Ihre Begleitung dürfen sich also auf eine „Arche der Kunst“ freuen.

Albertinum

Albertinum

Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart“ findet sich im Albertinum, einem der renommiertesten Museen seiner Art.

Auf rund 5.650 Quadratmetern bietet sich der Klasse ein wahres Kunsterlebnis. Von Vincent Van Gogh über Edgar Degas bis hin zu Claude Monet: Die Kunst der Avantgarde präsentiert sich hier in vollem Glanz und macht die Klassenfahrt zu einem beeindruckenden Erlebnis.

Schon das Gebäude selbst ist architektonisch wertvoll: 1959 neu gegründet, folgt der Baustil dem Gebot „form follows function“ von Louis Sullivan. Hierbei ist weniger mehr, die Funktionalität der Konstruktion steht im Vordergrund.

Auch die Geschichte des Albertinums selbst ist durchaus speziell. So wurde es bei der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg 1945 zum Großteil vernichtet. Diesem Ereiginis fielen 196 Werke zum Opfer, darunter Gemälde von Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde und Edvard Munch.

Aktuell befinden sich 3000 Objekte in der Museumssammlung. Davon sind für die SchülerInnen 300 Werke öffentlich zugänglich. Das Albertinum lädt Ihre Schulklasse herzlich ein, diese in der Sammlungsausstellung des 19., 20. und 21. Jahrhunderts zu besichtigen.

Einbruch in Grünes Gewölbe

Einbruch in Grünes Gewölbe

Besuchs-Freigabe der Schatzkammer derzeit noch unklar

Der 25.11.2019 ist ein schwarzer Tag für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Ein frühmorgendlicher Kunstraub in der Schatzkammer Grünes Gewölbe sorgte um 4.59 Uhr dazu, dass nun überaus wertvolle Schmuck-Garnituren aus dem 18. Jahrhundert im Nirgendwo verschwunden sind. Wie auf einem Sicherheitsvideo zu erkennen ist, verschafften sich (mindestens) zwei Diebe Zutritt. Sie brachen die große Vitrine auf, in der die sogenannte Diamanten-Garnitur, eine Brillant-Garnitur sowie eine Diamantrauten-Garnitur von August dem Starken präsentiert wird. Die Garnituren bestehen aus etwa 100 Einzelteilen – ob sie komplett geraubt wurden, steht derzeit noch nicht fest.

Die wertvollen Ensembles, die aus Knöpfen, Hutzier, Orden, Schnallen, Stockknöpfen und Achselschleifen bestehen, sind mit einer Vielzahl an Brillanten, Diamanten, Rubinen, Smaragden oder Saphiren besetzt.

Die berühmte Schatzkammer wurde zwischen 1723 und 1730 auf Anordnung des sächsischen Kurfürsten August der Starke angelegt. Schulklassen erkunden die Schätze heutzutage in zwei Abteilungen. So befindet sich der historische Teil im Erdgeschoss des Residenzschlosses. Die kunstvollen Räume der Sammlung wurden authentisch wiederhergestellt und versetzen die SchülerInnen in eine längst vergangene Zeit.

Der Star der Juwelen-Sammlung, der sogenannte Grüne Diamant, funkelt als Leihgabe noch bis zum 1. März 2020 im Metropolitan Museum of Art in New York. Ihn haben die Kunsträuber glücklicherweise nicht angetroffen und entwendet.

Der Dresdner Zwinger und seine störende Zelt-Kuppel im Innenhof

Der Dresdner Zwinger und seine störende Zelt-Kuppel im Innenhof

Viele BesucherInnen empfinden die Film-Halbkuppel als Fremdkörper

Im Juni 2019 ist es passiert. Seit diesem Zeitpunkt bereichert ein zeltförmiges, beigefarbenes Halbgebilde den Innenhof des Zwingers. Ergänzt er aber tatsächlich den barocken Hof oder wird er vielmehr als störend empfunden?

Zunächst muss der Sinn der neuen Gestaltung geklärt werden. Und da spielt die größte Hochzeit des 18. Jahrhunderts eine wichtige Rolle. Denn hier heiratete der Kurprinz Friedrich August die Habsburger Königstochter Maria Josepha – und zwar wochenlang. An eben dieser Stelle auf den wichtigen Hauptwegen des Zwinger-Innenbereiches stand die Chaoskugel. Von hier aus startete das Jupiterfest, ein barockes Reiterfest mit über 1500 kostümierten Akteuren. Und eben diese prunkvollen Feierlichkeiten des Sohnes von Kurfürst August dem Starken holt das Schlösserland Sachsen für die BesucherInnen in die Kuppel. Per filmischem Material, das acht Minuten lang gezeigt wird, sollen die Gäste die historischen Feierlichkeiten vor 300 Jahren authentisch erleben. Der Inhalt besteht aus animierten Zeichnungen, die eingefärbt wurden – sowie aus Kupferstichen.

Die audiovisuelle 270 Grad-Projektion zieht derzeit fast 1000 Besucher pro Tag in ihren Bann – oder vergrault sie ein wenig. Denn viele Passanten, Spaziergänger und Zwinger-BesucherInnen fühlen sich in ihrem freien Blick auf die Sichtachse gestört. Die kleine Flucht aus der Stadt wird sogleich wieder durch eine Event-Kuppel mit Eintrittspreis verhindert. Die Orangenbäumchen duften zwar, der barock gestaltete Innenhof liegt kunstvoll da und rahmt die Gebäude ein – doch das Ensemble aus den Brunnen, der Architektur, den Galerien sowie den Pavillons verschwindet bei der Betrachtung. Denn davor prangt ein Outdoor-Zeltkino.

Erwähnt werden muss jedoch – der Vollständigkeit halber – die Verzögerung der Bauarbeiten in der Bogengalerie L. Hier sollte das filmische Material ursprünglich gezeigt werden. Um das Jubiläum der Jahrhundert-Hochzeit aber pünktlich begehen zu können, fiel die Idee dieser Zelt-Übergangslösung. Die Bauarbeiten und Restaurierungen der letzten Jahre sollten natürlich als positiv betrachtet werden. Und schließlich ist es angedacht, dass der Übergang in einem Jahr endet. Dann soll die Zelt-Kuppel abgebaut und die Show in der restauierten Bogengalerie L präsentiert werden.

Falls Schulklassen nach der jetzigen Filmvorführung in der Kuppel eben jene Erlebnis-Ausstellung besuchen möchten, so sind sie ab September 2020 dazu eingeladen. Hier stellt sich den SchülerInnen dann während ihres Tagesausfluges oder ihrer Klassenfahrt die Entwicklung des Zwingers bis in die Gegenwart hinein dar. Ein guter Grund ist dies, von der Vergangenheit in die Zukunft zu blicken. Ein kleines bisschen wird es dann wie die derzeitige Aussicht von der Zelt-Kuppel in Richtung Bogengalerie sein.